Seit ein paar Stunden steht für Karmic ein kleines, aber sehr tiefgreifendes Update bereit :
Der Dienst “sreadahead” wird durch den neuen Dienst “ureadahead” ersetzt.
Während “sreadahead” hauptsächlich dafür gedacht ist die Bootgeschwindigkeit des Systems mit SSD-Platten zu erhöhen und fast keine Auswirkungen bei normalen Festplatten hatte, ist “ureadahead” auf normale Festplatten optimiert.
Die Funktionsweise des Dienstes lässt sich einfach gesprochen so erklären :
Nach der Installation des Dienstes muss man den Rechner neu starten. Während des erneuten Startvorgangs analysiert “ureadahead” den Startvorgang und überprüft welche Dateien geladen werden und wo diese auf der Festplatte liegen. Ist der Startvorgang abgeschlossen, werden diese Informationen in eine Datei mit Namen “pack” ins Verzeichnis “/var/lib/ureadahead” geschrieben.
Beim Nächsten Startvorgang benutzt “ureadahead” diese Datei um die, für den Startvorgang, benötigten Dateien in einer optimierten Reihenfolge in den PageCache des Kernels zu laden. Ist dieser Vorgang abgeschlossen, kann das System auf diese Dateien deutlich schneller zugreifen und die nächsten Startvorgänge des System läufen dadurch wesentlich schneller als zuvor ab.
Um von “ureadahead” wirklich zu profitieren, sollte man nach der Installation des Dienstes folgendes tun :
- Das automatische Login per “System->Systemverwaltung->Anmeldebildschirm” aktivieren (Falls man es nicht eh schon benutzt).
- Das Paket “xplash” deinstallieren. Dieses ist im Zusammenspiel mit “ureadahead” absolut nicht mehr notwendig, da der Xserver und GDM so schnell gestartet werden, das xsplash die Ladezeit nur verlängert.
- Den Rechner neu starten.
- Warten bis das Panel erscheint und danach sofort die normalerweise benutzten Programme starten (Bei mir Firefox und Evolution). Das funktioniert auch, wenn der GNOME-Keyring-Manager ein Passwort verlangt. Dieses kann man nach dem Starten der Programme eingeben.
- Jetzt muss man nur noch knapp eine Minute warten, damit sich “ureadahead” beendet und die Datei “pack” geschrieben wurde.
- Das Autologin deaktivieren (Siehe Punkt 1) und den Rechner neu starten.
Der Geschwindigkeitszuwachs beim Startvorgang kann je nach Rechner mehr oder weniger dramatisch ausfallen. Auf meinem Notebook sind es ohne “ureadahead” ca. 48s bis ein, per Autostart geladener, Firefox die Seite des Heise-Newstickers anzeigt. Mit “ureadahead” sind es gerade mal 28s.
Beim normalen Startvorgang (ohne Autologin und Autostart) dauert es bei meinem Rechner bis zum Laden von GDM 24s. Der GNOME-Desktop ist dann in weiteren 4s geladen. Firefox lädt in ca. 4s, Evolution in knapp 2s.
Ich bin beeindruckt. Vorher 2:25 Nachher 1:10. Also 75 Sekunden schneller. Nebenbei – ich muss wohl auch noch ne schnellere Platte einbauen.
Warum der Aufstand mit Autologin? ureadahead läuft doch lange genug, wenn man nicht gerade ewig rumbummelt beim Login.
Theoretisch ja, nur 100% sicher sein kann man sich nicht. Bei sehr langsamen Starts reichen die 45s, die ureadahead noch nachläuft, nicht aus um alles zu analysieren.
blöde frage: aber wie deinstalliert man xsplash? Bei mir will er dann sofort ubuntu-desktop mit runterwerfen was ja relativ unschön wäre…also wie macht man das?
“ubuntu-desktop” ist ein reines Metapaket und ist für den Betrieb des Systems komplett überflüssig. Es dient einzig und allein dazu per einzelnem Befehl einen kompletten Ubuntu-Desktop nach den Vorstellungen der Entwickler zu installieren.
In Anbetracht der Tatsache, dass die Frage zu ubuntu-desktop in den letzten Jahren 5 quadrillionmal gestellt wurde, sollte man echt mal in Erwägung ziehen ubuntu-desktop keine harten Abhängigkeiten mehr zu geben.
Die harten Abhängigkeiten wurden in den letzten Versionen schon deutlich reduziert. Was ich aber viel schlimmer finde ist diese fast schon religiöse Abhängigkeit zu diesem Metapaket. So werden z.B. die Moderatoren von ubuntuusers.de nicht müde immer wieder zu betonen das man dieses Paket nicht deinstallieren sollte bzw. bei jedem Version-Upgrade dieses wieder installieren soll.
Das man dabei sein System wieder mit allen vorher deinstallierten Programmen zumüllt, interessiert dabei nicht. Die Begründung dafür lautet schlichtweg “Ohne dieses Paket bekommt man nicht die Neuerungen!”. Ich sage da nur “Na und?!”. Lieber installiere ich von Hand die neuen Pakete als, als das ich Dutzende von Paketen hinterher wieder deinstallieren muss.
Und ein Upgrade funktioniert auch problemlos ohne das Metapaket, auch wenn es da draußen zig Leute gibt die das Gegenteil behaupten.
blog:2009-12:07_links…
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Heute mal reine Ubuntu links:
* schneller starten mit ureadahead
* Mit Gnome Do schneller arbeiten
* Umlaute in Samba/CIFS
* PGP-Schlüssel verwalten
* einen sch…