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Intel-Treiber 2.10 für Ubuntu 10.04 aka Lucid Lynx

Da noch nicht 100% feststeht ob Ubuntu 10.04 die aktuellste Version des Intel-Grafiktreibers ausliefern wird (momentan ist es noch die Version 2.9.1) und diese Version einige wichtige Verbesserungen und Bugfixes hinsichtlich dem Kernel-Mode-Setting (kurz KMS) und der Unterstützung aktuellerer Chipsätze mit sich bringt, habe ich mir mal die Arbeit gemacht und ein PPA mit der aktuellsten Git-Version des Intel-Treibers für Lucid erstellt.

Das Paket basiert auf der aktuellsten Git-Version (Stand 27.02.2010). Das Paket wurde so gepatcht das es keine weiteren zusätzlichen Pakete aus einem anderen PPA benötigt. Im Gegensatz zur Git-Version aus dem Xorg-Edgers-PPA, kompiliert diese Version auch sauber und fehlerfrei mit dem “libdrm”-Paket aus Lucid. Ich habe nur die fehlenden Funktionen aus den libdrm-Header-Dateien per Hand nachgerüstet (Siehe auch Changelog des PPA-Pakets)

Der Treiber funktioniert auf meinem Notebook (Dell Latitude D505) mit einem Intel 855GM-Chipsatz fehlerfrei. Dank eines passenden Kernel-Patches kann man sogar den Xv-Overlay-Modus benutzen. Dies funktioniert bei der Treiber-Version 2.9.1 nur wenn man auf das Kernel-Mode-Setting verzichtet, was aber seit der Version “2:2.9.1-1ubuntu4″ des Lucid-Pakets nicht mehr möglich ist.

Der einzige kleine Makel des Treibers ist das Fehlen eines Ubuntu-Patches, welcher einen sauberen Übergang vom Plymouth-Bootscreen auf den Login-Manager ermöglicht (Ubuntu-Logo blendet sanft in Login-Manager über). Diesen konnte ich wegen der sehr großen Änderungen zwischen Version 2.9.1 und 2.10 nicht ohne weiteres übernehmen. Ich bin aber daran auch diesen in den Treiber zu integrieren.

PPA -Intel Driver 2.10git

Update 07.03.2010 :

Wer den Xv-Overlay-Modus auf der 8xx-Chipsatzbaureihe unter Lucid benutzen möchte, braucht keine Patches mehr einzuspielen. Lucid bringt ab der Kernel-Version 2.6.32-16 einen Backport des kompletten DRM-Stacks des Kernels 2.6.33 mit sich. Das heißt zusammen mit einer Intel-Treiberversion 2.10 oder höher kann man dann automatisch den Xv-Overlay-Modus benutzen. Das Patchen des Kernels ist somit unnötig geworden.

3 Kommentare

  1. Mario sagt:

    Interessant
    Heisst das dann auch, das es noch nicht feststeht ob die integrierte Grafikeinheit der neuen i3/i5 Prozessoren von Intel in Ubuntu 10.04 unterstützt wird?
    Das wäre ja fatal.
    Grüße Mario

  2. glasen sagt:

    Die Treiberversion 2.10 ist im Prinzip nur eine Verschlankung der Version 2.9. Aus der neuen Version wurde der komplette UMS-Code entfernt und sehr viel Bugfixing betrieben. Spezielle Features für neuere Chipsätze sind dabei nicht hinzugekommen (Sieht man mal vom Xv-Overlay-Modus für 8xx-Chipsätze ab). Der Core i3/i5 sollte also auch mit der Version 2.9.1 funktionieren, auch wenn er nicht explizit in der README-Datei des Treibers auftaucht. Wie gut oder schlecht dieser dann aber unterstützt wird, kann ich mangels passender Hardware aber nicht feststellen.

  3. jnns sagt:

    Dankeschön für das Treiberpaket!

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