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Intel-Treiber 2.10 für Ubuntu 10.04 aka Lucid Lynx II

Nachdem der Kernel von Lucid jetzt einen Backport des DRM-Stacks der Kernelversion 2.6.33 mit sich bringt, kompiliert der Git-Quellcode des Intel-Treibers nun endlich auch sauber ohne das man fehlende Header-Dateien händisch nachrüsten muss. Deshalb ist auch mein kleiner Hack aus dem PPA-Treiberquellcode herausgeflogen.

Der einzige Patch den der PPA-Treiber noch enthält, ist der Patch welcher einen flackerfreien Übergang zwischen dem Plymouth-Bootlogo und dem Loginmanager ermöglicht. Diesen habe ich aus dem Quellcode-Archiv des Intel-Treibers der Fedora-Entwicklerversion übernommen. Bis auf einen winzig kleinen Fehler funktionierte der Patch problemlos mit dem Git-Quellcode.

Somit kann man endlich und ohne viel Verrenkungen einen optisch ansprechenden Bootvorgang und den Xv-Overlay-Modus genießen.

Beim jetzigen Entwicklungstempo dürfte es nicht mehr allzu lange dauern bis die Version 2.11 des Treibers veröffentlicht wird. Mit etwas (viel?) Glück erbarmen sich die Ubuntu-Entwickler ja doch noch und liefern dann diese Version mit Lucid Lynx aus. Dem Langzeit-Support würde die neuere Version auf jeden Fall gut tun. Bei den Nouveau-Treibern geht es ja anscheinend auch.

Auch wenn die Version 2.11 sehr spät im Entwicklungszyklus von Ubuntu einfließen würde, würden die Vorteile (Aufgeräumtere Codebasis, leichteres Zurückportieren von Bugfixes), die Nachteile (weniger getestet) eindeutig aufwiegen.

11 Kommentare

  1. cLinx sagt:

    Die letzten Versionen haben bei mir den xserver beim Start crashen lassen. Hab ne GMA 945. ;) Mehr kann ich leider nicht liefern. Hab wieder Originial-Treiber installiert.

  2. glasen sagt:

    Kannst du vielleicht eingrenzen seit welcher Version die Abstürze auftraten? Dann könnte ich dem Entwickler eine Mail schreiben damit er sich dem Problem annimmt und eine Version veröffentlichen die den fehlerhaften Git-Commit nicht enthält.

  3. cLinx sagt:

    Die Probleme traten bei den Versionen git20100316 bis zur aktuellen git20100318 auf.

  4. glasen sagt:

    Okay, versuch mal die Versionen “2.10.901+git20100309~glasen~ppa1″ und “2.10.901+git20100309~glasen~ppa2″. Erstere Version ist die letzte Version ohne den Rebuild gegen ein neues Xorg-Paket, letztere mit dem Rebuild. Die Versionen entsprechen bis auf die NEWS-Dateien der RC2 des Treibers.

    Herunterladen kannst du die Treiberpakete über die folgenden Links :

    https://launchpad.net/~glasen/+archive/intel-driver/+files/xserver-xorg-video-intel_2.10.902+git20100316~glasen~ppa1_i386.deb

    https://launchpad.net/~glasen/+archive/intel-driver/+files/xserver-xorg-video-intel_2.10.902+git20100316~glasen~ppa2_i386.deb

    Sollten beide Treiberpakete stabil laufen, liegt der Fehler an einer der letzten Handvoll Änderungen. Dürfte ein Leichtes sein den verursachenden Commit herauszufinden und eine wieder funktionierende Version zu bauen.

  5. cLinx sagt:

    Die ppa1 funktioniert, die ppa2 nicht.

  6. glasen sagt:

    Okay, dann liegt der Fehler an dem Paket “x11proto-dri2″ das vor ein paar Tagen in Lucid aufgenommen wurde. Ich habe mal eine kleine Änderung am Treiberpaket vorgenommen (XvMC deaktiviert. Hat sowieso keinen großen Nutzen). Die Änderung sorgt dafür das das Lucid-Paket erst gar nicht mehr benutzt wir.

    Ich habe den geänderten Treiber in das PPA hochgeladen. Kannst du ihn mal testen und mir Beschied geben ob der Treiber mit dieser Änderung wieder funktioniert?

  7. wo kann ich sagt:

    “Bis auf einen winzigkleinen Fehler funktionierte der Patch problemlos mit dem Git-Quellcode. Somit kann man endlich und ohne viel Verrenkungen…” – danke! *g*

  8. cLinx sagt:

    Nein, das Paket funktioniert nicht. Allerdings sieht man den Mauszeiger beim Start nun etwas länger, bis der Xserver crasht. Ka ob dir das hilft.

  9. glasen sagt:

    Kannst du mir bitte die Log-Dateien des gecrashten Xservers schicken (/var/log/Xorg.*.log) schicken. Meine Email-Adresse lautet “Mein Vorname@URL dieser Seite”.

    Gruß Stefan

  10. Hitman sagt:

    Super Job, Glasen.
    Habe Dein iso jetzt seit über ner Woche auf einem Futjitsu Lifebook C1110D laufen. Habe nach der Installation die Desktop-Effekte und Energiespar-Optionen in den Menues abgeschaltet. Seit dem habe ich keinen einzigen Freeze mehr gehabt. Für ein Office-Notebook mit Internet und ein bischen Multimedia nun sehr brauchbar.
    Vielen Dank für die extreme Mühe, diese alten Mühlen noch unter Linux betreiben zu können. Aber es sind noch unheimlich viele Notebooks mit diesen Chip-Sets unterwegs, einfach zu schade für den Schrott oder ein betagtes xP.

    Gruß Hitman

  11. tkappler sagt:

    Hallo Glasen,

    wollte so nebenher von Ubuntu 8.04 Hardy Heron auf Lucid Lynx 10.04 upgraden. Danach hatte ich nur noch Frust. Aber Dank deines Blogs und den hilfreichen Information läuft nun mein alter Toshiba Rechner wieder, d.h. er ist einigermassen stabil. Nur der Ton funktioniert noch nicht, aber das stört mich im Moment nicht.

    Also nocheinmal vielen Dank und liebe Grüsse

    tkappler

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