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Angepasste Ubuntu-CD erstellen (Version 1.1.1)

An dieser Stelle gibt es eine kleine Anleitung, wie man am Schnellsten eine eigene Wunsch-Ubuntu-CD erstellt. Diese Anleitung stellt eine Quasi-Übersetzung der Artikels LiveCDCustomization dar. Ich habe sie nur an ein paar Stellen angepasst und gestrafft bzw. mich auf das Wesentliche beschränkt.

Bitte lest die Anleitung wenigstens einmal komplett durch, bevor ihr euch an das Anpassen einer CD macht. Da man sehr viele Aufgaben als Superuser durchführen muss, können Tippfehler fatal enden.

Grundlegende Vorbereitungen

Als Erstes muss man die ISO-Datei der gewünschten Variante herunterladen.

Diese Anleitung funktioniert nur mit der Live-CD und nicht mit der Alternate-CD

Danach muss man zwei Pakete installieren, welche für das Erstellen der CD zwingend notwendig sind :

sudo apt-get install squashfs-tools genisoimage

“genisoimage” sollte im Normalfall schon installiert sein. Zusätzlich benötigt man 3-5GB freien Festplattenplatz und mindestens 512MB RAM.

Jetzt geht es ans Eingemachte. Zuerst muss man ein Arbeitsverzeichnis erstellen :

mkdir -p ~/live-cd/extract-cd

Ich habe in meinem Beispiel das Homeverzeichnis (“~”) als Grundlage für das Arbeitsverzeichnis gewählt. Wer nicht genügend Platz in diesem Verzeichnis hat und/oder ein anderes Verzeichnis benutzen will, muss den Pfad entsprechend anpassen.

Als Nächstes wechselt man ins angelegte Arbeitsverzeichnis :

cd live-cd

Danach muss man die Live-CD in ein Verzeichnis mounten (Den Dateinamen sollte man entsprechend anpassen) :

sudo mount -o loop Pfad_zur_ISO_Datei/ubuntu-10.04-desktop-i386.iso /mnt

Als Nächstes wird der Inhalt der eingebundenen ISO-Datei per “rsync” in das Verzeichnis “extract-cd” gespiegelt. Dabei wird die Datei “filesystem.squashfs” ausgelassen, da diese am Ende eh neu generiert wird. Zusätzlich werden dann noch alle Dateien des neuen Verzeichnisses als Beschreibbar markiert, da es später ansonsten Probleme gibt :

rsync --exclude=/casper/* -a /mnt/ extract-cd
chmod -R +w extract-cd

Von jetzt an muss jeder Befehl als “root” bzw. Superuser ausgeführt werden. Man sollte dementsprechend aufpassen auf welches Verzeichnis man zugreift bzw. aus welchem Verzeichnis man eine Datei löscht.

Jetzt wird das eigentliche Live-CD-Dateisystem entpackt (Das dauert einige Minuten) :

sudo unsquashfs /mnt/casper/filesystem.squashfs
sudo mv squashfs-root edit
(Ist nicht unbedingt notwendig, verkürzt aber die Tipparbeit bei den restlichen Anpassungen)

Alle Dateien der Live-CD sind jetzt auf der Festplatte.

“chroot”-Umgebung vorbereiten

Die folgenden Befehle dienen dazu eine funktionierende “chroot”-Umgebung einzurichten. Sind diese Vorbereitungen abgeschlossen, kann man mit dem Live-CD-System wie mit einer normalen Installation arbeiten.

Zuerst wird die Datei für die Nameserver-Konfiguration vom Hauptsystem in das Live-CD-System kopiert :

sudo cp /etc/resolv.conf edit/etc/

Dies ermöglicht die DNS-Namensauflösung innerhalb der späteren “chroot”-Umgebung. Je nach System, muss man noch zusätzlich die “hosts”-Datei kopieren :

sudo cp /etc/hosts edit/etc/

Jetzt wird noch das dev-Verzeichnis in die “chroot”-Umgebung eingebunden :

sudo mount --bind /dev/ edit/dev

Die “chroot”-Umgebung ist jetzt fast vorbereitet. Alle weiteren, noch notwendigen Konfigurationschritte werden ab jetzt in dieser Umgebung durchgeführt.

Zuerst wechselt man in die “chroot”-Umgebung :

sudo chroot edit

Falls man nicht von vorneherein als Superuser unterwegs war (was auf keinen Fall zu empfehlen ist!), erkennt man jetzt die “chroot”-Umgebung an einem vorangestellten “root” in der Pfadangabe der Konsole.

Jetzt kommen die restlichen Vorbereitung dran. Diese werden, da man jetzt ein Superuser ist, ohne vorangestelltes “sudo” ausgeführt :

mount -t proc none /proc
mount -t sysfs none /sys
mount -t devpts none /dev/pts
export HOME=/root
export LC_ALL=C
alias ls="ls --color -F"

Die “chroot”-Umgebung ist jetzt im Prinzip fertiggestellt. Es müssen jetzt nur noch drei kleine Schritte durchgeführt werden, damit es keine Probleme bei der Installation bzw. Deinstallation von Paketen gibt :

dbus-uuidgen > /var/lib/dbus/machine-id
dpkg-divert --local --rename --add /sbin/initctl
ln -s /bin/true /sbin/initctl

Die letzten drei Befehle sorgen dafür, das die “chroot”-Umgebung keine Möglichkeit hat laufende Dienste zu verändern bzw. auf den System-DBUS-Dienst zuzugreifen.

Ab jetzt kann man das System nach Belieben verändern. In meinen Fall führe ich zuerst per “aptitude” ein Update aller Pakete durch, binde meine PPAs ein und entferne ein paar Pakete (z.B. “example-content”) um die Größe des (später) komprimierten Dateisystem unter ca. 670MB zu halten. Wer will, kann auch einfach Synaptic starten (Befehl “synaptic”) und alle Paketinstallationen, Deinstallationen und Updates grafisch durchführen.

Weitere Anpassungen (z.B. Ändern des Hintergrundbildes, Abschalten des Autologins, usw.) sind nicht Teil dieser Anleitung. Wer mehr zu diesen Änderungen erfahren möchte, sollte sich den am Anfang genannten englischen Artikel durchlesen.

Beim Aktualisieren des Systems gibt zwei Dinge zu beachten :

  1. Man sollte unbedingt alle alten Kernelversionen deinstallieren und nur die neueste Version installiert lassen. Ansonsten bekommt man später die ISO-Datei niemals kleiner als 700MB ohne massiv andere Pakete zu deinstallieren.
  2. Wenn ein Grub2-Update angeboten wird, sollte dessen weitere Konfiguration ablehnen.

Hat man alle Veränderungen durchgeführt, muss man alle vorher getätigten Eingriffe in die “chroot”-Umgebung wieder rückgängig machen bzw. das Dateisystem aufräumen (Paketdateien löschen, temporäre Dateien entfernen, usw.) :

Vor dem Aufräumen und dem Verlassen der “chroot”-Umgebung sollte man sich nochmals vergewissern, dass im Verzeichnis “/boot” nur noch ein Kernel vorkommt. Falls nicht, sollte man dringend die alten Kernelversionen deinstallieren und erst dann die weiteren Schritte durchführen.

aptitude clean
rm /sbin/initctl
dpkg-divert --rename --remove /sbin/initctl
umount /proc
umount /sys
umount /dev/pts

Jetzt kann man die “chroot-Umgebung” wieder verlassen und die restlichen Aufräumarbeiten erledigen :

exit
sudo rm -rf edit/tmp/* edit/root/.bash_history edit/etc/resolv.conf edit/etc/hosts edit/var/lib/dbus/machine-id
sudo umount edit/dev

Falls es beim “unmounten” eines Verzeichnisses (passiert häufiger beim “/dev”-Verzeichnis) Probleme gibt, sollte man den Befehl “umount” mit den Parametern "-lf" (“lazy” und “force”) aufrufen.
Denkt bitte daran, ein “exit”-Befehl verlässt die “chroot”-Umgebung. Um gravierende Fehler zu vermeiden sollte man sich immer merken, das man innerhalb der “chroot”-Umgebung kein “sudo” benötigt, außerhalb (also auf dem normalen System) jedoch immer. Auf keinen Fall sollte man direkt (z.B. per “sudo -s”) in den Superuser-Modus wechseln, da man ansonsten sehr leicht übersehen kann ob man sich überhaupt noch in der “chroot”-Umgebung befindet.

Neuere Kernelversion in die Live-CD einbauen

Damit die Live-CD auch mit einer neueren Kernelversion starten kann, muss man diesen vom eigentlichen Live-CD-Dateisystem ins das Verzeichnis “casper” des Live-CD-Dateisystems kopieren und die Initial-RAM-Disk mit LZMA rekomprimieren :

zcat edit/boot/initrd.img-2.6.32-24-generic | lzma -c -9 > extract-cd/casper/initrd.lz
cp edit/boot/vmlinuz-2.6.32-24-generic extract-cd/casper/vmlinuz

Wenn man die Original-CD benutzt, muss man die Kernel-Datei direkt von der CD holen, da im Verzeichnis “edit/boot” die Datei “vmlinuz” nicht vorkommt :
cp /mnt/casper/vmlinuz extract-cd/casper

Analog verfährt man, wenn man z.B. einen der Mainline-Kernel oder einen Eigenbau-Kernel in die Live-CD einbinden möchte. Man muss nur die Versionsnummern anpassen, der Rest ist identisch.

SquashFS-Dateisystem erstellen

Nachdem diese Schritte ausgeführt wurden, geht es an das Erstellen des Live-CD-Dateisystems. Der komplette Verzeichnisbaum unter “edit” wird dabei in eine einzelne Datei gepackt (Die Kerneldateien werden dabei ausgelassen) :

sudo mksquashfs edit extract-cd/casper/filesystem.squashfs -wildcards -e boot/vmlinuz-* boot/initrd.img-*

Dieser Vorgang kann, je nach Rechner, bis zu einer halben Stunde dauern. Geht am Besten einen Kaffee trinken.

Nachdem dieser Vorgang abgeschlossen ist, sollte man zuerst die Gesamtgröße des Ordners “extract-cd” überprüfen. Dieser sollte immer unter 700MB bzw. 734003200 Bytes liegen. Ansonsten kann es nämlich zu Problemen beim Brennen der CD kommen. Wer vorhat die ISO-Datei auf eine DVD zu brennen oder diese nur per USB-Stick zu nutzen, braucht auf die Größenbeschränkung natürlich nicht zu achten.

Liegt die Größe über den genannten 700MB, muss man nochmals eine “chroot”-Umgebung erstellen (Einfach die Anleitung ab “chroot”-Umgebung vorbereiten nochmals abarbeiten) und zusätzliche Programme aus der Installation entfernen. Leider gibt es keine Möglichkeit die Größe des erstellten SquashFS-Dateisystems im Voraus zu bestimmen, da die Größe des erstellten SquashFS-Dateisystems davon abhängt, wie stark sich der Inhalt des Live-CD-Dateisystems komprimieren lässt.

Man sollte, nachdem das Erstellen das SquashFS-Datei abgeschlossen ist, diese nochmals per “unsquashfs” entpacken. Mir ist es in den letzten Tagen schon zweimal passiert, das die Datei nicht korrekt komprimiert wurde und einige Dateien darin defekt waren. Da ich mir nicht 100% sicher bin ob es daran lag, dass ich die Anpassungen unter VirtualBox durchgeführt habe, habe ich mir einfach angewöhnt die SquashFS-Datei durch das nochmalige Entpacken auf ihre Korrektheit zu überprüfen (Leider scheint es kein “fsck.squashfs” zu geben). Sollte alles korrekt sein, löscht man danach einfach das erstellte Verzeichnis “squashfs-root” wieder.

ISO-Datei erstellen

Hat man die Größe des Ordners unter 700MB gedrückt, kommen nun die letzten Schritte vor dem Erstellen der eigentlichen ISO-Datei :

sudo chroot edit dpkg-query -W --showformat='${Package} ${Version}\n' > extract-cd/casper/filesystem.manifest
cp extract-cd/casper/filesystem.manifest extract-cd/casper/filesystem.manifest-desktop
sed -i '/ubiquity/d' extract-cd/casper/filesystem.manifest-desktop
sed -i '/casper/d' extract-cd/casper/filesystem.manifest-desktop
sudo du -sx --block-size=1 edit | cut -f1 > extract-cd/casper/filesystem.size
sudo chmod a-x+rw extract-cd/casper/filesystem.squashfs

Die obigen Befehle legen einige Dateien an, welche der Ubuntu-Installer benötigt um den Inhalt des Live-CD-Dateisystems sauber in eine echte Installation überführen zu können. Der “chmod”-Befehl dient nur dazu das man als normaler Benutzer überhaupt auf die angelegte SquashFS-Datei zugreifen kann.

Als letztes ist das eigentliche Erstellen der ISO-Datei dran :

cd extract-cd
genisoimage -D -r -V "Ubuntu 10.04" -cache-inodes -J -l -b isolinux/isolinux.bin -c isolinux/boot.cat -no-emul-boot -boot-load-size 4 -boot-info-table -o ../ubuntu-10.04-desktop-i386-custom.iso .

Die einzigen Parameter, welche man ändern sollte, sind der Name der CD (Parameter “-V”) und den Dateinamen der ISO-Datei.

Ist das Erstellen der ISO-Datei erfolgreich, ist man am Ende angekommen. Nun kann man die erstellte ISO-Datei in einen beliebigen Ordner verschieben und den Ordner “live-cd” von der Festplatte löschen. Bevor man dies tut, sollte man die erstellte ISO-Datei einem Testlauf unterziehen. Am Einfachsten geht das per USB-Stick oder, um keine CD-Rohlinge zu verschwenden, per wiederbeschreibbarer CD. Funktioniert die ISO-Datei ordnungsgemäß und wie gewünscht, kann man dann wirklich den Ordner “live-cd” löschen.

Am Ende muss man dann nur noch die ganz am Anfang gemountete ISO-Datei wieder aushängen :

Ist dieser Schritt abgeschlossen, kann man die eingebundene ISO-Datei wieder entfernen :

sudo umount /mnt

Edit 31.05.2010 :

  • Kleinere Änderungen eingefügt. Dank an dakira für die Hinweise.
  • Fehler korrigiert. Nochmals Dank an dakira für den Hinweis.

Edit 02.06.2010 (*seufz*) :

  • Fehlende Befehle zum Erstellen der Manifest-Dateien eingefügt. Diese Befehle werden direkt vor dem Erstellen der ISO-Datei ausgeführt.
  • Kopieren der Kerneldatei eingebaut. Ist beim Überarbeiten der Befehlsreihe verloren gegangen.
  • Fehlendes “sudo” vor mksquashfs eingefügt.
  • rsync-Befehl überarbeitet. Da am Ende der Inhalt des Verzeichnisses “casper” eh neu erstellt wird, braucht man daraus auch keine Dateien rauskopieren.
  • Datei -und Verzeichnisrechte angepasst damit “genisoimage” und andere Befehle auch ohne “sudo” funktionieren.
  • Rechtschreib -und Grammatikfehler korrigiert.

Edit 16.07.2010 :

  • Hinweis auf den “umount”-Fehler eingefügt. Dank an Lirex für den Tipp mit den Parametern.

Edit 18.08.2010 :

  • Dateinamen der initrd-Datei angepasst (Anpassung an Ubuntu 10.04.1).
  • Hinweis zu Kernel-Datei eingebaut und “umount”-Befehl ans Ende der Anleitung verschoben.

28 Kommentare

  1. Sehr schöne ausführliche Anleitung ;)
    Gerade der Teil mit der Einbindung von dbus und dpkg-divert mit /sbin/initctl war mir komplett neu.
    Super Artikel.

  2. lineak sagt:

    Hi!

    Zuerstmal super Artikel und Danke dafür. Aber weißt Du, ob das mit anderen Distributionen wie Fedora und Debian auch geht?

    Grüße lineak

  3. glasen sagt:

    Bei den Fedora-Live-CDs würde ich ja sagen, bei Debian nein. Die Fedora Live-CD ist vom Aufbau der Live-CD recht ähnlich zur Ubuntu Live-CD (SquashFS-Datei, usw.), die Debian-Install-CD entspricht 1-1 der Ubuntu-Alternate-CD und für diese muss man einen anderen Weg wählen. Da gibt es aber auch einen (englischen) Artikel :

    https://help.ubuntu.com/community/InstallCDCustomization

  4. dakira sagt:

    Hehe. Gerade vor ein paar Tagen wollte ich auch einen Artikel dazu schreiben. Nun bist du mir zuvorgekommen ;-) In der c’t war auch mal ein schoener Artikel dazu, der auch darauf einging, wie man die initrd an seine Beduerfnisse anpassen kann. (“Heimwerker-Ubuntu” in 1/2010).
    Teilweise in Anlehnung an den Artikel hier ein paar optimierende Tips. Das Loeschen des Kernels und der Ramdisk aus boot kannst du dir sparen, in dem du sie einfach nicht mit in das squashfs aufnimmst:
    mksquashfs edit extract-cd/casper/filesystem.squashfs -wildcards -e boot/vmlinuz-* boot/initrd.img-*
    Und das umpacken der Ramdisk geht auch schneller:
    zcat edit/boot/initrd.img-2.6.32-22-generic | lzma -c -9 > extract-cd/casper/initrd.lz
    Das aendert nichts, spart aber ein paar Zeilen ;-)

  5. dakira sagt:

    Ach ja. Die .bash_history wird erst erstellt, nachdem man sich ausgelogt hat. Daher wuerde ich den part der Aufraeumarbeiten auf nach dem Verlassen des chroot jails verlegen.

  6. glasen sagt:

    Danke für die Hinweise. Werde die Änderungen gleich in den Text einbauen.

    Ich hab den c’t-Artikel damals auch gelesen. Leider hab ich die c’t schon ins Altpapier geworfen. Im Prinzip ist der Artikel auch “nur” eine Zusammenfassung des Artikels. Ich habe mich halt auf das Wesentliche beschränkt, alles andere habe ich weggelassen.

  7. Debians LiveCD arbeiten bis auf den Verzeichnisnahmen casper identisch zu Ubuntu. (Bei Debian heisst das Verzeichnis live)

  8. T4b sagt:

    Schön und gut, aber mit UCK geht’s praktischer. ;-)

  9. glasen sagt:

    Wenn man UCK verwendet, hat man stellenweise mehr Arbeit als wenn man alles von Hand auf der Konsole erledigt.

    Zudem lernt man beim Verwenden von UCK fast nichts über den Aufbau einer Live-CD ;-)

  10. dakira sagt:

    Es ist schon sehr angenehm, wenn man Ubuntu oefters mal installiert. Ich hab meinen Installations-Stick auch schon laenger entspr. angepasst. Alle PPAs, die ich moechte, alle gconf-hacks, die ich fuer sinnvoll halte, usw. Und natuerlich immer schoen alles upgedatet. Wenn ich dann einen Rechner einrichte, dann bin ich nach der Installation fertig. So soll es sein ;)

    Und vor jeder groesseren Installationsorgie, wird der Stick mal wieder auf den neuesten Stand gebracht.

  11. dakira sagt:

    Ach.. noch ein Aufraeumtip. Da “autoremove” nicht in jedem Falle funktioniert (weil einige Abhaengigkeiten auf der Live-CD nicht als “automatisch installiert” gekennzeichnet sind) empfehle ich deborphan. Damit kann man fix gucken, was man noch so deinstallieren kann, wenn man bspw. die Mono-Anwendungen rausgeschmissen hat.
    Und dpkg –get-selections | grep language ist natuerlich auch einen Blick wert. Mit einer Kombination aus dpkg, grep und sed koennte man sogar automatisch alle Sprachpakete bis auf dt. und engl. entfernen.

  12. dakira sagt:

    Ein kleiner Fehler hat sich bei den Aufraeumarbeiten eingeschlichen. Du machst erst die initctl diversion rueckgaengig und loescht nach den Verlassen des chroot jails die Originaldatei.

  13. glasen sagt:

    Mist. Das kommt davon, wenn man einfach ein Copy’n Paste macht. Danke für den Hinweis.

    Was die anderen Änderungen betrifft :

    Die Anleitung soll nur eine Minimalanleitung sein. Die restlichen Änderungen sollen den jeweiligen Benutzern überlassen bleiben.

  14. T4b sagt:

    Also nehme immer UCK und frage mich, das “mehr Arbeit” sein soll.
    Man muss ja nur ein paar Sachen auswählen und kann dann mit einer Konsole und mit Synaptic das System bearbeiten.

  15. glasen sagt:

    Okay, ich gebe zu, UCK kann einem schon die Arbeit erleichtern, da es einem Tipparbeit erspart.

    Blöd an UCK ist nur, das man im Fall eines Fehlers (Mir ist UCK ist beim Aufräumen der “chroot”-Umgebung einfach abgestürzt) ziemlich im Regen steht, da man ohne Studium der Log-Dateien nicht weiß was schiefgegangen ist. Gerade wenn man einige Stunden an Arbeit in eine Installation gesteckt hat, kann ein solcher Absturz schon ziemlich an den Nerven zehren.

  16. dakira sagt:

    Eigentlich waere ja sowas wie pbuilder fuer live-cds ganz schick. Also ein Tool, was das chroot jail automatisch aufraeumt, die filesystem.manifest und filesystem.manifest-desktop erstellt usw. Letztere sind ja auch nicht unwichtig, wenn man will, dass die neu hinzugefuegten Pakete ueberhaupt installiert werden.

  17. glasen sagt:

    Es gibt ja “UCK”, nur gefällt mir das persönlich überhaupt nicht, da es mir jetzt schon zweimal beim Testen einfach abgestürzt ist und ein inkonsistentes System hinterlassen hat. Da bleibe ich lieber bei der Handarbeit.

    Ich habe für mich selbst eine handvoll Skripte angelegt, welche alle Befehle der Anleitung abarbeiten. Eines um die “chroot”-Umgebung komplett vorzubereiten, eines um aufzuräumen und die ISO-Datei zu erstellen und drei weitere, welche einen Teil der Befehle umsetzen um z.B. schnell die ISO-Datei zu generieren oder die “chroot”-Umgebung zu konfigurieren.

    Was ich am liebsten hätte, wäre ein Skript welches mir automatisch eine aktualisierte CD erstellt ohne das ich irgendetwas eingeben muss. Skript starten, ins Kino gehen und wenn ich heimkomme hab ich eine brandaktuelle ISO-Datei. Leider verlangt z.B. das Update von Grub immer eine händische Eingabe ob man den Bootmanager konfigurieren bzw. installieren will und ich habe bisher nicht die blasseste Ahnung wie man genau dieses Paket vollautomatisch ohne Eingabe aktualisieren kann. Und zwar so das es sich nicht installiert und den richtigen Bootmanager überschreibt.

  18. Lirex sagt:

    Hallo glasen,

    Ich habe die Anleitung Schritt für Schritt durchgeführt, aber es kommen 2 Fehler bei mir vor.

    root@tuxkiste:/# umount /proc/
    umount: /proc: device is busy.
    (In some cases useful info about processes that use
    the device is found by lsof(8) or fuser(1))

    root@tuxkiste:/# umount /sys/
    root@tuxkiste:/# umount /dev/pts
    root@tuxkiste:/# exit
    exit

    lirex@tuxkiste:~/live-cd$ sudo rm -rf edit/tmp/* edit/root/.bash_history edit/etc/resolv.conf edit/etc/hosts edit/var/lib/dbus/machine-id
    [sudo] password for lirex:

    lirex@tuxkiste:~/live-cd$ sudo umount edit/dev
    umount: /home/lirex/live-cd/edit/dev: device is busy.
    (In some cases useful info about processes that use
    the device is found by lsof(8) or fuser(1))

    Wenn ich dies einfach ignoriere und anschließend mit dem Schritt SquashFS-Dateisystem erstellen fortfahre, dann dauert das nicht 30 Minuten (CPU Intel Core2 Duo E8400) sondern in einer ganzen Nacht sind gerade einmal 60% geschafft.(Habe dann abgebrochen) Ich denke es liegt daran das die /prog welche ja nicht ausgehangen wird 128TB groß ist.

    Ich bitte um Hilfe damit ich irgendwie weiterkomme.

    Mit freundlichem Gruß
    Lirex

  19. glasen sagt:

    Hi,

    Der Fehler ist mir bekannt. Passiert bei mir auch hin und wieder mal. Dummerweise hilft in diesem Fall nur ein Neustart des Systems. Wenn ich das nächste Mal eine neue Version der Live-CD erstelle (Ende des Monats kommt Ubuntu 10.04.1 heraus), werde ich versuchen den Fehler zu provozieren und versuchen herauszufinden wie man das Verzeichnis ohne Neustart unmounten kann.

  20. Lirex sagt:

    Hab gerade auf der von dir verlinkten Seite einen Hinweis gefunden

    Note: if “umount /proc” command fails try “umount -lf /proc”

    Funktioniert hier auf jeden Fall. Cool ich habe endlich meine CD fertig. Ist zwar nen Tacken über 700MB aber nen 800er Rohling kostet ja nicht die Welt. Vielen Dank für die Anleitung.

    Freundliche Grüße
    Lirex

  21. Lirex sagt:

    Sorry für den Doppelpost,

    gibts zufällig ne einfache Lösung für folgendes

    - Ubuntu installieren soll nicht auf dem Desktop liegen
    - Firefox soll eine von mir definierte Startseite haben

    Freundliche Grüße
    Lirex

  22. glasen sagt:

    > Note: if “umount /proc” command fails try “umount -lf /proc”

    Danke für den Hinweis. Ich werde diesen gleich in den Artikel einbauen.

  23. glasen sagt:

    > Ubuntu installieren soll nicht auf dem Desktop liegen.

    Da hab ich leider überhaupt keine Ahnung wo das eingestellt wird. Normalerweise wird das über den Ordner “/etc/skel” geregelt (Dort liegt z.B. auch die Desktopdatei “examples.desktop”), aber Ubiquity scheint einen eigenen Weg zu gehen. Wenn es nur darum geht eine reine Live-CD zu erstellen, kannst du ja alle Ubiquity-Pakete in der “chroot”-Umgebung deinstallieren.

    > Firefox soll eine von mir definierte Startseite haben.

    Das sollte sich über das Verzeichnis “/etc/firefox” einrichten lassen. Jedenfalls liegen dort auch die voreingestellten Lesezeichen.

  24. FJ sagt:

    hi,

    danke erst einmal für die gute anleitung. funktioniert alles bis auf eine aussnahme!
    ich kann die cd nur booten, wenn ich eine hdd im rechner installiert habe.
    ohne hdd startet der rechner jedes mal neu.
    ist die hdd eingesteckt bootet er normal von der cd. die hdd kann ich während dieses prozesses herausziehen ohne probleme.

    ich benötige eine cd die im rechner ohne anderen speichermedien starten kann.

    gruß
    fj

  25. glasen sagt:

    Funktioniert das Booten ohne HDD mit der Original-CD?

  26. FJ sagt:

    ich habe es mit der version desktop ubuntu 9.04 versucht! das geht.
    als image für die custom variante habe ich die desktop variante 10.04 verwendet, aber noch nicht gebrannt gehabt.

  27. FJ sagt:

    nun habe ich das ganze mit der custom live cd und einem usb stick (ohne partition) versucht. gleiches phänomen. mit eingestecktem, nicht beschreibbaren stick, bootet das live system ohne probleme. ohne alles taucht der erste bootscreen des live systems auf und startet dann neu.

    es ist auch kurz zu sehen, dass die led am stick kurz blinkt. informationen können dort aber nicht abgelegt werden. was also unterscheidet die live cd von der custom cd?

    gruß
    fj

  28. FJ sagt:

    moin nochmal,

    also die ubuntu live-cd direkt über ubuntu.com bezogen in der version 10.04 bootet definitiv nicht, wenn keine hdd oder ein anderes medium angeschlossen sind (usb).

    ich versuche das ganz mit der 9.10er version.

    gruß
    fj

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