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Vergleich zwischen verschiedenen Distributionen II

So, wie schon angekündigt, folgt hier der erweiterte Vergleich der Distributionen. Einen herzlichen Dank möchte ich Johann Wawrik aussprechen, der mir ganz unbürokratisch seine externe Festplatte ausgeliehen hat. Ohne diese hätte ich den Test nicht in diesem Umfang durchführen können, da ich alle meine persönlichen Daten irgendwo sichern musste.

Ich habe versucht die Benchmarks so realitätsnah wie möglich zu halten. So habe ich nicht direkt auf die im ersten Test verwendeten Tests der Phoronix-Suite zurückgegriffen, sondern habe die vorher benutzten Tests der Suite auf die Verwendung der distributionseigenen Programme angepasst. Der Grund ist einfach, das die Test-Suite fast alle Testprogramme selbst kompiliert und diese dann nicht den Optimierungsgrad einer Distribution widerspiegeln. Die normale Vorgehensweise der Test-Suite mag Sinn ergeben, wenn man unterschiedliche Hardware unter der gleichen Distribution auf ihre Leistungsfähigkeit testen will, macht aber weniger Sinn wenn man die verschiedenen Distributionen auf der gleichen Hardware miteinander vergleichen will.

Zusätzlich habe ich versucht die Tests an die alltägliche Arbeit eines durchschnittlichen Benutzers anzupassen, d.h. es wurden nur Tests durchgeführt die einer wirklichen Benutzung eines Computers entsprechen. Synthetische Benchmarks wie Dhrystone mögen ja toll sein, nur spiegeln sie in den allerwenigsten Fällen auch die Realität wieder. Das Komprimieren einer großen Datei mit gzip bzw. bzip2 oder das Erstellen einer MP3-Datei aus einer WAV-Datei sind da schon wesentlich realitätsnäher und entsprechen im Großen und Ganzen dem was ein Durchschnittsbenutzer mit seinem Computer macht.
Natürlich ging es nicht ganz ohne synthetische Benchmarks. So habe ich z.B. den SunSpider-Benchmark benutzt um herauszufinden ob Firefox unterschiedlich schnell unter den verschiedenen Distributionen ist. Eine genaue Beschreibung aller Tests findet sich im weiteren Verlauf des Artikels.

Ich weiß das meine Vorgehensweise dem einen oder anderen ungewöhnlich oder befremdlich vorkommen mag, sie erlaubt aber einen alltagsnahen Vergleich der Distributionen. Läuft z.B. “oggenc” auf einer Distribution 5% schneller als auf einer anderen, hat man davon einen größeren Nutzen, als wenn man weiß das “RAMspeed” 5% mehr Durchsatz anzeigt. Letzteres lässt sich nämlich nicht ohne weiteres in reale Werte ummünzen, da kaum ein Benutzer wirklich weiß welchen Einfluss  die Geschwindigkeit seines RAMs auf die Gesamtgeschwindigkeit des Systems hat.

An den Stellen an denen ich auf synthetische Benchmarks zurückgegriffen habe (Im Speziellen Sunspider), blieb mir keine andere Wahl, da es sonst kaum einen Weg gibt die Geschwindigkeit eines Browsers zu messen.

Verwendete Hardware

Die Hardware entspricht dem vorangegangenen Test :

Notebook Dell Latitude D505 mit folgender Aussattung:

  • P-Mobile 1,7GHz
  • 2GB DDR-RAM (333 MHz)
  • Samsung HM160HC (160GB)
  • Chipsatzgrafik Intel 855GM
  • Display mit 1400×1050 Bildpunkten Auflösung

Verwendete Distributionen

Ich habe die folgenden Distributionen in ihrer aktuellen Version benutzt. Die Distributionen waren mit den, zum Testlauf, aktuellsten Patches versorgt.

  • Archlinux
  • Fedora 10
  • Mandriva 2009
  • OpenSuSE 11.1
  • Sidux 2008-04
  • Ubuntu 8.10

Die Distributionen wurden, soweit möglich, in ihrer Standardinstallation benutzt (Ausnahme Archlinux, siehe weitere Beschreibung), d.h. es wurden keine Optimierung durch das Abschalten von Diensten oder durch Deinstallation nicht benötigter Features durchgeführt (z.B. Bluetooth). Dort wo GNOME oder KDE als Auswahl zur Verfügung standen, wurde GNOME gewählt. Da Sidux nur KDE anbietet, wurde dieses benutzt und alle notwendigen GTK+ bzw. GNOME-Bibliotheken nachinstalliert. Zusätzlich wurden noch die Pakete nachinstalliert, die für die Ausführung der Benchmarks notwendig waren (z.B. “oggenc”)

Die große Ausnahme in diesem Vergleich stellt Archlinux dar, da dieses nur eine Minimalinstallation anbietet, welche vom Benutzer dann selbst in ein brauchbares System verwandelt werden muss. Ich habe mich hier ans Wiki von Archlinux gehalten und mit Hilfe dieses eine GNOME-Installation aufgesetzt. Diese ist im Vergleich zu den anderen Distributionen nur rudimentär, d.h. man darf die Bootzeit nicht direkt mit den anderen Distributionen vergleichen.

Beschreibung der einzelnen Tests

Es wurden verschiedene Tests durchgeführt die, wie oben schon angesprochen, in den meisten Fällen dem normalen Benutzungsprofil eines Anwenders entsprechen. Jeder Test besteht aus einer unterschiedlichen Anzahl vom Durchgängen, aus dem dann das Endergebnis gemittelt wird. Es wurde versucht unter allen Distributionen möglichst die Distributions-eigenen Versionen der Programme für die Testläufe zu benutzen. Wo dies mangels eines Fehlers nicht möglich war, wurde die PTS-eigene Version des Programms benutzt (Siehe auch Bemerkungen unterhalb der Tabelle). Ein TAR-Archiv mit meinen Test-Profilen kann man hier herunterladen :

Profile für die Phoronix-Test-Suite (26.02.09 Korrigierte Version des TAR-Archivs)

Die Datei muss in den Ordner “~/.phoronix-test-suite” entpackt werden. Die Namen der Profile entsprechen den Namen der XML-Dateien.

MP3 -und OGG-Enkodierung

Abgewandeltes Testprofil der Phoronix-Test-Suite. Es wurde die distributionseigene Version von “lame” und “oggenc” benutzt.

Video-Kodierung

Abgewandeltes Testprofil der Phoronix-Test-Suite. Es wurde die distributionseigene Version von “ffmpeg” benutzt.

OpenSSL

Abgewandeltes Testprofil der Phoronix-Test-Suite. Es wurde die distributionseigene Version von “lame” und “openssl” benutzt.

Datei mit gnupg verschlüsseln

Abgewandeltes Testprofil der Phoronix-Test-Suite. Es wurde die distributionseigene Version von “gnupg” benutzt.

gzip-Komprimierung

Es wurde das Testprofil der Phoronix-Test-Suite benutzt.

Gtkperf-Benchmark

Es wurde die Zeichengeschwindigkeit des Gtk-Themes “Clearlooks” (Murrine-Version nicht “ClearLooksClassic”) gemessen. Die Anzahl der Testläufe innerhalb des Benchmarks betrug 1000 (Siehe auch den Artikel über den Themevergleich). Das Fenster des Benchmarks wurde auf seiner Standardgröße belassen.

OpenGL-Benchmark

Es wurde die Geschwindigkeit von X11 bzw. des OpenGL-Systems mit Hilfe des Spiels “OpenArena” gemessen. Es wurde das Testprofil aus der Phoronix-Test-Suite benutzt. Als Auflösung wurde “640×480″ gewählt, da diese die einzig wirklich praktikable Auflösung für die benutzte Hardware darstellt.

SunSpider-Javascript-Benchmark

Es wurde der SunSpider-Test unter Firefox 3  bzw. Iceweasel ausgeführt. Der Test besteht aus jeweils einem Testlauf, da SunSpider schon mehrere Testläufe ausführt und deren gemitteltes Ergebnis ausgibt.

Bootzeit

Es wurde die Ladezeit der Distribution bis zum vollständig geladenen Desktop gemessen. Es wurde das Autologin unter GDM bzw. KDM aktiviert. Die Messung wurde mit dem Betätigen der Eingabetaste im Grub-Bootloader begonnen, das Ende der Messung war das letzte dauerhafte Aufblinken der HDD-Led am Notebook.

Ursprünglich war noch ein Benchmark mit “bonnie++” in der Liste enthalten, da dieser aber in der Phoronix-Test-Suite 1.6 nicht mehr enthalten ist und zudem unter Version 1.4.2 keine Ergebnisse während eines “batch-run” abspeicherte, hab ich ihn komplett weggelassen.

Vergleichstabelle mit den Ergebnissen

In der Tabelle sind die Ergebnisse der Testläufe zu finden. In der ersten Spalte einer Distribution sind jeweils die gemittelten Werte der jeweiligen Testprofile zu finden, in der zweiten Spalte jeweils der Range oder zu Deutsch die Spannweite der Messwerte (Differenz zwischen kleinstem und größtem Wert). Zusätzlich kann man unter den beiden folgenden Links die unter Tabelle im ODF-Format und eine weitere Tabelle mit allen Einzelergebnissen herunterladen :

Tabelle des Distributionsvergleich

Tabelle mit allen Einzelergebnissen

Mandriva 2009.0 Fedora 10 Sidux OpenSuSE 11.1 ArchLinux Ubuntu 8.10
ø RANGE ø RANGE ø RANGE ø RANGE ø RANGE ø RANGE
LAME 68,13s 0,79s 75,33s 0,85s 70,97s 1,21s 74,44s 0,64s 64,21s 0,42s 70,36s 1,59s
OGGenc 47,32s 0,16s 49,10s 0,42s 47,92s 0,38s 48,67s 0,40s 47,69s 0,12s 46,98s 0,19s
FFMPEG 46,15s 1,04s 45,32s 0,63s 45,99s 0,51s 44,92s 1,92s 43,86s 0,29s 46,43s 0,72s
OpenSSL 7,70sps 0,00sps 7,50sps 0,20sps 7,65sps 0,10sps 7,75sps 0,10sps 7,80sps 0,00sps 7,55sps 0,10sps
GnuPG 84,36s 5,05s 103,77s 0,96s 100,35s 0,62s 105,19s 2,70s 97,87s 2,22s 103,47s 6,30s
Gzip 175,51s 8,91s 195,91s 0,37s 178,07s 0,95s 198,68s 1,76s 184,02s 67,57s 180,11s 5,34s
GtkPerf 167,30s 0,04s 244,55s 24,62s 304,62s 1,54s 177,51s 0,78s 219,59s 0,67s 200,10s 1,64s
OpenArena 6,67fps 3,40fps 13,10fps 0,00fps 5,60fps 0,00fps 17,20fps 0,00fps 1,00fps 0,00fps 15,47fps 0,10fps
Bootzeit 53s 59s 41s 66s 32s 66s bzw. 59s
Sunspider unter Firefox 5600,6 +/- 2% 5697,6 +/- 2,5% 5484,4ms +/- 1,0% 6766,0ms +/- 1,8% 6165,0ms +/- 3,3% 6398.8ms +/- 2.7%

Bemerkungen :

1. Beagle-Indexdienst unter OpenSuSE 11.1 während der Tests abgeschaltet, da zu großer Einfluss auf die Ergebnisse.

2. Unter Fedora, OpenSuSE und ArchLinux wurde die PTS-Version des FFMpeg-Benchmarks benutzt, da die native Version kein Ergebnis lieferte.

3. Unter OpenSuSE wurde GnuPG in der PTS-Version benutzt, da OpenSuSE die Eingabe eines Schlüssels während der einzelnen Testläufe verlangte.

4. Keine 3D-Beschleunigung in OpenArena unter ArchLinux, obwohl glxinfo und glxgears keine Fehler anzeigten.

5. Bootzeit von Ubuntu mit Compiz, Rest der Tests ohne Compiz, da sonst keine 3D-Beschleunigung möglich. Ohne Compiz Bootzeit von 59s.

Besprechung der Ergebnisse

Wie man in der Tabelle sehen kann, liegen fast alle Ergebnisse recht nahe zusammen. Das lässt sich mehr oder weniger dadurch erklären das die meisten wirklich CPU-lastigen Programme sich nicht allzu sehr auf den Compiler zur Optimierung verlassen, sondern sehr oft auf nackten Assembler-Code zurückgreifen um das Optimum aus dem Rechner herauszuholen. Zusätzlich wird diese Optimierung zur Laufzeit eines Programmes aktiviert um nicht für jeden CPU-Typ eine extra Binärdatei anbieten zu müssen. Was verwundert ist das generell sehr gute Abschneiden von Mandriva in den CPU-lastigen Tests, bzw. das nicht ganz  so gute Abschneiden von ArchLinux. Eigentlich würde man erwarten das Arch durch seine Optimierung auf i686-CPUs allen anderen Distributionen meilenweit voraus ist, das ist aber nur in einem Test der Fall (Gzip-Test, bester Messlauf 161,37s). Das Arch trotzdem so ein schlechtes Ergebnis in diesem Test hat, liegt an einem Ausreißer (228,95s), der in dieser Form nur unter ArchLinux auftrat. Gzip scheint als einziges Programm im Test von einer i686-Optimierung zu profitieren.

Beim Gtkperf-Test war kein echtes Muster zu erkennen, warum eine Distribution nun besser als eine andere abgeschnitten hat. Hier scheint die Mischung aus der Version des verwendeten Xservers, der Treiberversion des Intel-Grafikkartentreibers, EXA bzw. XAA als Render-Beschleunigung und der verwendeten Version von Murrine bzw. der Cairo-Bibliothek das Ergebnis sehr stark zu beinflussen. Was welchen Einfluss hat, ist leider zu komplex um in ein paar Worten beschrieben werden zu können. Es scheint aber so zu sein das Sidux gerade deshalb so schlecht abgeschnitten hat, weil es im Gegensatz zu allen anderen Distributionen noch den Xserver 1.4, dem Intel-Treiber in der Version 2.4, EXA und Murrine in der Version 0.53 und Cairo in der Version 1.6.0 einsetzt. Alle anderen Distributionen dagegen setzen schon modernisierte Versionen der Programme bzw. Bibliotheken ein.

Am OpenArena-Test kann sehr schön den Einfluß der Xserver-Version auf das Endergebnis sehen. Alle Distributionen die einigermaßen brauchbare Frameraten erreichten, benutzen den Xserver in der Version 1.5.x. Alle anderen benutzten noch die ältere Version 1.4.x. Die Unterschiede zwischen Fedora und OpenSuSE bzw. OpenSuSE und Ubuntu lassen sich dann auch sehr leicht an den Versionsnummern der verwendeten Komponenten festmachen :

OpenSuSE und Ubuntu benutzen beide den Xserver in der Version 1.5.2, während Fedora die neuere Version 1.5.3 benutzt. Der Unterschied zwischen OpenSuSE und Ubuntu lässt sich wiederum durch die Versionnummer des Grafiktreibers erklären. OpenSuSE benutzt Version 2.5.0 des Treibers, während Ubuntu die Version 2.4.1 benutzt.

Zur Bootzeit gibt es eigentlich keine neueren Erkenntnisse. Hier liegt erwartungsgemäß Arch weit vor den anderen Distributionen, wobei man Arch außer Konkurrenz werten müsste, da das System nur auch eine halbwegs funktionierende GNOME-Oberfläche getrimmt wurde (So wollte das Automounten eines USB-Sticks nicht funktionieren). Sidux scheint auf Grund eines Updates (?) etwas langsamer zu booten als im letzten Test, liegt aber immer noch weit vor den restlichen Distributionen. Die restlichen Distributionen liegen alle sehr nahe zusammen. Mal sehen was sich in den nächsten Monaten noch so alles in dieser Richtung tut, da sich alle großen Distributionen die Verbesserung der Bootzeit auf die Fahnen geschrieben haben.

Am meisten erstaunt haben mich die Ergebnisse des Sunspider-Tests. So sollte man eigentlich meinen das ArchLinux auf Grund seiner i686-Optimierung den schnellsten Firefox anbietet, doch die Werte waren ähnlich hoch wie bei Ubuntu 8.10. Und das Sidux den Benchmark am schnellsten absolvierte, verwundert fast ebenso sehr, da Iceweasel bzw. Xulrunner unter Debian mit keinerlei besonderen Optimierungen kompiliert wurde. Ein probeweise durchgeführter Vergleich mit einem “Vanilla” Firefox 3, unter meiner persönlichen Ubuntu-Installation, ergab exakt die gleichen Werte wie die Ubuntu-eigene Version des Firefox. Warum gerade Sidux hier am Schnellsten, kann ich leider nicht nachvollziehen.

Fazit

Der Test enthielt für mich persönlich ein paar Überraschungen. So überraschte mich das sehr gute Abschneiden von Mandriva bzw. das relativ schlechte Abschneiden von ArchLinux. Im Großen und Ganzen liegen die Messwerte aber meistens so nahe zusammen, das es in den allerwenigsten Fällen einen Unterschied macht, welche Distribution man einsetzt.

Wer die Tests auf seiner Hardware und seiner Distribution nachvollziehen möchte, der kann sich die Datei mit den von mir verwendeten Test-Profilen herunterladen.

10 Kommentare

  1. [...] 13. Februar 2009 Das kommt davon, wenn man den Feedreader wechselt: Glasen hat den zweiten Distributionstest schon am 5. Februar veröffentlicht. Die Ergebnisse sind durchaus zufriedenstellend: Ubuntu ist [...]

  2. linopolus sagt:

    Bei mir funktioniert mit Arch alles bestens ohne das ich groß was rumgemehrt hab. Auch das automounten von Sticks.

    Zu Bemerkung 1: Das ist unfähr:) Bei anderen hast du auch keine Optimierungen gemacht. Bei ubuntu zB läuft afaik auch nen indexer von Haus aus.

  3. glasen77 sagt:

    Hi,

    Ich weiß auch nicht warum das Automounten unter GNOME nicht funktionierte. Der NetworkManager funktionierte problemlos unter Arch (nachdem ich die passenden Dienste in der Datei rc.conf eingetragen hatte), nur das Mounten schlug immer mit einer DBUS-Fehlermeldung (Falsche Rechte?) fehl. Im Wiki und in den Foren habe ich keine passenden Einträge gefunden, deshalb hab ich es dann bleiben lassen. Für den Test hatte es keine wirkliche Relevanz.

    Das unter Ubuntu auch ein Indexer läuft ist mir schon klar. Nur hatte dieser keinen so gravierenden Einfluss auf die Messergebnisse wie bei OpenSuSE (max. 1-2% längere Laufzeit der Einzeltests mit aktiviertem Indexer). OpenSuSE benötigte mit aktiviertem Beagle bei der Hälfte der Durchläufe des GNUpg und Gzip-Tests mehr als doppelt so lange, als ohne laufendem Beagle. Um wenigstens vergleichbare Ergebnisse zu erhalten, habe ich beschlossen den Indexer nach dem Hochfahren zu “killen”. Wahrscheinlich wäre ich bei Ubuntu auch zu diesem Schritt gezwungen gewesen, wenn dieses anstatt Tracker noch Beagle einsetzen würde.

  4. stfischr sagt:

    Cool ein sehr objektiver Test und vor allem mal Anwenderbezogen und nicht so extrem synthetisch. Ergebnisse haben mich sehr überrascht. Bei Arch hättest du den gzip-Ausreißer weglassen sollen. Mit range 67,57s verliert das Teil seine Aussagekraft.

    Danke für diesen Test, kann ich beruhigt bei Ubuntu bleiben. Mandriva wird gerade zum Testen geladen.

  5. glasen77 sagt:

    Danke für die Blumen.

    Was den Ausreißer bei Arch betrifft :

    Ich habe zuerst überlegt ihn wegzulassen, bin dann aber zu dem Schluß gekommen ihn drin zu lassen, da dieser so ungewöhnlich war (Keine andere Distribution hatte einen solchen Ausreißer).

  6. Knome sagt:

    Hallo,

    vielen Dank für den sehr interessanten Test! Bezüglich der Desktop-Auswahl bzw dieser Bemerkung habe ich eine Frage:

    “Dort wo GNOME oder KDE als Auswahl zur Verfügung standen, wurde GNOME gewählt.”

    Aus welchem Grund wurde Gnome gewählt? Der besseren Vergleichbakeit wegen? Der persönlichen Vorliebe wegen? Das bleibt in o.g. Satz leider unbeantwortet …

  7. glasen77 sagt:

    Hi,

    Das ergab sich eigentlich aus meiner persönlichen Präferenz zu GNOME. Ich hatte schon diverse ISO-Dateien der verschiedenen Distributionen in der GNOME-Variante auf dem Rechner liegen und die KDE-Varianten herunterzuladen hätte mit meiner DSL1000-Leitung einfach zu lange gedauert.
    Es macht aber keinen Unterschied ob man jetzt den Benchmark unter KDE oder GNOME durchlaufen lässt. Einzig die Bootzeit dürfte sich bei Verwendung von KDE etwas verbessern, das war es aber schon.

  8. Witi sagt:

    Hallo,

    vielen Dank für den sehr interessanten Test.

    Ich bin persönlich Arch-User, jedoch in der 64-Bit Version. Du hast – soweit ich das überblicke – lediglich die 32 Bit Versionen getestet.

    Daher würde mich persönlich ein Test der 64-Bit Versionen interessieren. Ich denke einfach, dass die Unterschiede dort noch näher zusammenliegen sollten. Aus dem einfachen Grund, dass sie halt alle auf die gleiche Architektur optimiert sind (nicht wie hier, die einen auf i386 oder i686). Und hinterher könnte man sogar einen Vergleich zwischen den 64- und 32-Bit Versionen anstreben.

    Viele Grüße,
    Witi

  9. glasen77 sagt:

    Hi,

    Ich würde gerne einen Vergleich der 64bit-Versionen machen, kann diesen aber mangels 64bit-fähiger Hardware nicht durchführen. Mein Pentium-M ist halt nur ein reiner 32bit-Prozessor. Falls jemand einen Athlon64 -oder Core2Duo-Rechner daheim rumstehen hat und ihn nicht mehr braucht, ich würde ihn nehmen ;-)

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